Die Top 75 Tracks 2004

1 FRANZ FERDINAND Take Me Out
2 MORRISSEY Irish Blood, English Heart
3 SCISSOR SISTERS Comfortably Numb
4 MORRISSEY First Of The Gang To Die
5 PHOENIX Everything Is Everything
6 INTERPOL Evil
7 USHER Yeah
8 LCD SOUNDYSTEM Movement
9 GOLDIE LOOKIN’ CHAIN Guns Don’t Kill Rappers Do
10 THE DELAYS Long Time Coming
11 ASH Evil Eye
12 THE THERMALS How We Know
13 RAMMSTEIN Amerika
14 FRANZ FERDINAND Darts Of Pleasure
15 CAMPER VAN BEETHOVEN That Gum You Like Is Back In Style
16 MARK LANEGAN FEAT. PJ HARVEY Hit The City
17 THE RAPTURE Sister Saviour
18 THE WHITE STRIPES The Hardest Button To Button
19 SWAYZAK Speak Easy
20 MEDIENGRUPPE TELEKOMMANDER Bis zum Erbrechen schreien
„Die Top 75 Tracks 2004“ weiterlesen

Auf Berufsjugendlicher zu machen, war nie unser Ding

Interview mit der Leipziger Band Die Prinzen

Erschienen in Sächsische Zeitung 11/2004

An den Litfasssäulen sind sie derzeit nicht zu übersehen, am Montag erscheint ihr neues Album „Hardchor“ und gerade stecken sie in den Proben für eine ausgedehnte Deutschlandtour – Die Prinzen sind aktiver denn je. Ein Interview mit Sebastian Krumbiegel und Henry Schmidt. „Auf Berufsjugendlicher zu machen, war nie unser Ding“ weiterlesen

Harmonien für Wohnzimmer und Industriebrachen

Leipzig ist ein Magnet für die deutsche Deep House-Szene.
von Jörg Augsburg

Erschienen in Zürcher Tagesanzeiger 10/2004

Die Spiegelkugel lässt farbige Lichtpunkte über Wände und Gäste tanzen, ab und an verwandelt die Nebelmaschine den Dancefloor in ein schemenhaft-buntes Gewaber, Videofetzen zucken über den Köpfen. DJ Matthias Tanzmann – der heißt wirklich so – legt eine schwarze Scheibe um die andere auf, lässt die Tracks ineinander fließen und erzeugt so den für ihn typischen Sog aus mal dezent tackernden, mal konkret wummernden Beats, minimalistischen Soundschleifen, fragil schimmernden Melodien, einem Hauch Jazz, Discoeinsprengseln und immer wieder äußerst warmherzigen Basslines. So klingt Deep House. „Harmonien für Wohnzimmer und Industriebrachen“ weiterlesen

Boys Don’t Cry

Eine Jugend auf dem Land: Rocko Schamonis „Dorfpunks“

Rezension zu „Rocko Schamoni: Dorfpunks“; Rohwolt Taschenbuch 2004, 208 S., 11 €; erschienen in Kreuzer 03/2004

„Was war wichtiger, Küsse oder Härte? … Härte.“
In Schmalenstedt ist man cool, wenn man mit dreizehn Trecker steuern darf, ein frisiertes Mofa fährt, immer mal auf die Fresse bekommt oder besser noch gibt und sowieso ordentlich säuft. Anfang der Achtziger gibt es nicht viel zu erleben für Teenager in der schleswig-holsteinischen Provinz. Rumhängen, Scheiße bauen, Punk sein. Dorfpunk. Verschwende deine Jugend mit Kuhmist, Meiers Disco, Realschule. „Boys Don’t Cry“ weiterlesen

Die Top 75 Tracks 2003

1 THE WHITE STRIPES Seven Nation Army
2 THE RAVEONETTES Attack Of The Ghost Riders
3 ELECTRIC SIX Danger! High Voltage
4 KYLIE MINOGUE Slow
5 BLUMFELD Wir sind frei
6 DIZZEE RASCAL Fix Up, Look Sharp
7 FETTES BROT & BELA B. Tanzverbot
8 JUSTIN TIMBERLAKE Rock Your Body
9 TIMBALAND & MAGOO FEAT. MISSY ELLIOT Cop That Shit
10 THE RAPTURE House Of Jealous Lovers
11 THE ROBOCOP KRAUS Fake Boys
12 50 CENT In Da Club
13 BEYONCÉ Crazy In Love
14 HELL Keep On Waiting
15 KID ALEX Young Love
16 ZOOT WOMAN Hope In The Mirror
17 JUNKIE XL Crusher
18 CHRISTIAN MORGENSTERN Me A Rebel?
19 THE CHEMICAL BROTHERS/THE FLAMING LIPS The Golden Path
20 MY ROBOT FRIEND We’re The Pet Shop Boys
„Die Top 75 Tracks 2003“ weiterlesen

Solitary Man

Mord und Totschlag, Stasi und Ku-Klux-Clan, Frauen und Drinks – Stefan Maelcks Halle entpupt sich als liebenswerte Loserheimat

Rezension zu „Stefan Maelck: Ost Highway“; Rowohlt Berlin 2003, 219 S.; erschienen in Kreuzer 01/2003

„Lost Songs Found“ heißt die Sendung, mit der Hank Meyer für alle einsamen Seelen den Freitagabend einleitet. Eine Sendung, geschaffen für (oder auch durch) Melancholie und Whisky, weit weg von allem, was der gemeine Hallenser – „Dunkeldeutschland“ galore – normalerweise schätzt. Ganz besonders weit weg von Gerda Lattke, dem Star des mitteldeutschen Blut-&-Boden-„Einserprogramms“. „Solitary Man“ weiterlesen

Die Top 75 Tracks 2002

1 JOHNNY CASH The Man Comes Around
2 PRIMAL SCREAM Detroit
3 FEHLFARBEN Club der schönen Mütter
4 SUGABABES Freak Like Me
5 THE STREETS Has It Come To This?
6 SIMIAN Never Be Alone
7 SOPHIE ELLIS-BEXTOR Murder On The Dancefloor
8 PURETONE Addicted To Bass
9 NELLY Hot In Herre
10 SO SOLID CREW 21 Seconds
11 THE NOTWIST Pick Up The Phone
12 JOEY RAMONE Don’t Worry About Me
13 TATU All The Things She Said
14 JOHNNY CASH Personal Jesus
15 DB BOULEVARD Point Of View
16 RÖYKSOPP Poor Leno
17 MOBY We Are All Made Of Stars
18 KISSOGRAM I’m Absolute
19 NO DOUBT Hella Good
20 SAINT ETIENNE Soft Like Me
„Die Top 75 Tracks 2002“ weiterlesen

Mix mir eine Biografie

DDR-Punk (slight return) – Reden über Feeling B

Rezension zu „Ronald Galenza und Heinz Havemeister: Mix mir einen Drink – Feeling B“; Schwarzkopf & Schwarzkopf 2002, 445 S., 24,90 €; erschienen in Kreuzer 11/2002

„Feeling B waren ein Clan von Chaoten mit angeschlossener Musikcombo.“ Olaf Tost, als Mastermind von die anderen Namensgeber für eine ganze halbgeduldete Endzeit-DDR-Musikszene, über die Punk-Inkarnation des Ostens. Bis heute unvergessen – nicht nur, weil zwei der drei Chaoten heute mit Rammstein alles erreicht haben, was man sich als deutscher Rockmusiker ausmalen kann. Man nimmt Paul und Flake sogar ab, dass sie es nie darauf angelegt hatten. Dass sie immer noch im Innersten die kleinen Jungs sind, die es einfach nur ganz toll finden, in einer Band zu spielen, statt zu arbeiten. „Mix mir eine Biografie“ weiterlesen

Sozialethisch desorientierend

„Der revolutionäre Charakter des Nationalsozialismus“, „Spritz ab – Sklavensau“, „Josefine Mutzenbacher“, „Sailor Moon“ – vor der Bundesprüfstelle sind alle gleich

Erschienen in Kreuzer Buchmesse-Beilage 03/2002

Ein Dutzend Leute sitzen um ein paar zusammengestellte Büromöbel, die so etwas wie einen Konferenztisch simulieren. Es ist schon spät geworden, ein bisschen Ungeduld macht sich breit, während der Verlagsanwalt darlegt, warum die Veröffentlichungen seines Klienten keinesfalls auf den „Index“ gehören – die genauso legendäre wie verhasste Auflistung all dessen, was junge Menschen in diesem Land unter keinen Umständen in die Finger bekommen sollen. Willkommen bei der BPjS – der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften“. „Sozialethisch desorientierend“ weiterlesen

Die Top 65 Tracks 2001

1 FETTES BROT Schwule Mädchen
2 ASH Shining Light
3 BRAN VAN 3000 Astounded
4 WEEZER Hash Pipe
5 STEREO MC’S Deep Down & Dirty
6 SUPERPUNK Neue Zähne für meinen Bruder und mich
7 TOKTOK VS. SOFFY O Missy Queen’s Gonna Die
8 STUNTMASTERZ The Ladyboy Is Mine
9 JAMES Getting Away With It
10 BASEMENT JAXX Where’s Your Head At
11 THE AVALANCHES Since I Left You
12 DJ KOZE AKA ADOLF NOISE Deine Reime sind Schweine
13 FISCHERSPOONER Emerge
14 BRISKEBY Propaganda
15 ZOOT WOMAN Living In A Magazine
16 KYLIE MINOGUE Can’t Get You Out Of My Head
17 NEW ORDER Crystal
18 TRAVIS Sing
19 FELIX DA HOUSECAT Silver Screen
20 TURNTABLE ROCKER No Melody
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Die Top 75 Tracks 2000

1 ETIENNE DE CRECY Am I Wrong
2 FATBOY SLIM Sunset (Bird Of Prey)
3 PRIMAL SCREAM Swastika Eyes
4 QUEENS OF THE STONE AGE The Lost Art Of Keeping A Secret
5 THE (INT.) NOISE CONSPIRACY Smash It Up
6 PEACHES Lovertits
7 THE HIVES Die, All Right!
8 MONSTER MAGNET Heads Explode
9 SPILLER Groovejet
10 BOSS HOG Whiteout
11 SUGABABES Overload
12 ROBBIE WILLIAMS/KYLIE MINOGUE Kids
13 MODJO Lady
14 DOVER Cherry Lee
15 THE CHARLATANS Forever
16 MJ COLE Sincere
17 ARTFUL DODGER Re-Rewind
18 MIRWAIS Disco Science
19 SURROGAT Gib Mir Alles
20 MOBY Natural Blues (Perfecto Dub Mix)
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Unter schwarzer Flagge

Auf dem rechten Weg: Die dunklere Seite der Wave-Gothic-Szene
von Jörg Augsburg

Erschienen in MDR online 06/2000

Man nannte sie Grufties, Knochenlutscher, Schwarzkittel. Die Reaktionen auf die Wave-Gothic-Szene pendelten lange zwischen mitleidigem Belächeln und hämischem Verlachen. Trotzdem wuchs sie in den letzten Jahren stetig, bietet ihren Anhängern inzwischen eine erstaunliche Anzahl an Zeitschriften, spiegelt sich zunehmend in der „normalen“ Musikpresse wider und hat sogar den Sprung in Hitparaden und Musikfernsehen geschafft. „Unter schwarzer Flagge“ weiterlesen

Weniger inszeniert, als man denkt

Interview mit der Band Rammstein

Erschienen in Kreuzer 12/1995

Texte an der Schmerzgrenze und entfesselter Körperkult sind das Hervorstechendste an RAMMSTEIN. Aber sie sind die erste deutsche Band, die es geschafft hat, ihre brachiale Electro-Metal-Fusion auch in die Rillen zu bekommen. Ein Interview mit Paul von Rammstein über intellektuelle Künstler, Techno – und natürlich Frauen. „Weniger inszeniert, als man denkt“ weiterlesen