Das gefühlte Indie

Es gibt „Hey! Hey!“-Sprechchöre bei „This Boy Is Tocotronic“ und es wird hemmungslos mitgegrölt bei „Drüben auf dem Hügel“. So war das schon vor knapp 20 Jahren, als Tocotronic hier im Conne Island ihr Leipzig-Debüt gaben. Die elenden Trainingsjacken von damals wurden inzwischen abgelöst von North-Face-Funktionskleidung und Wollmützen. Draußen sind es übrigens an die zehn Grad. Wer wissen will, wie es um den „Indie“-Standort Deutschland steht, ist hier genau richtig.

Konzertreview.

In der Leipziger Volkszeitung.

„No homo, verstehste!“

So was kann man sich gar nicht ausdenken: „Geile_Ferkel_Sau“ heißt das WLAN-Netzwerk im Kohlrabizirkus und spätestens, seit man das weiß, ist einem nichts mehr peinlich an diesem Samstagabend, der eine Art HipHop-Konzert-Simulation mit dem Rapper-Darsteller Bushido ist.

Konzertreview.

In der Leipziger Volkszeitung.

In der musikalischen Form ihres Lebens

Es ist ein besonderer Donnerstagabend, man spürt das schon weit vor dem Tor des Werk 2. Solch eine über dem Connewitzer Kreuz schwebende aufgeregte Vorfreude erlebt man sonst nur beim Zahnspangen-Publikum gerade angesagter Teeniestars. Heute aber steht Patti Smith auf der Bühne, eine der raren ganz großen Frauen des Rock’n’Roll.

Review zum Konzert von Patti Smith And Her Band.

In der Leipziger Volkszeitung (PDF).

Stille Übereinkunft

Tanzen ist das Thema, getanzt aber wird nicht: Die 1975 gegründete Avantgarde-Rockband Pere Ubu hat am Mittwochabend in der Nato Leipzig bewiesen, dass darin kein Wider- spruch steckt.

Review zum Konzert von Pere Ubu.

In der Leipziger Volkszeitung (PDF).

Boys Noize: Out Of The Black

Immer schön in den roten Pegelbereich: Boys Noize bietet perfekt inszenierten, physisch gewalttätigen Maximum-Sound für die Massen auf den ganz großen Floors dieser Welt.

Rezension zum Album von Boys Noize.

Auf motor.de.

Jack White: Blunderbuss

Lässt es krachen, kann auch zartbitter und ist natürlich sowieso über jeden geschmäcklerischen Zweifel erhaben – ein souveränes Solodebüt des Hans-Dampf-in-allen-Gassen.

Rezension zum Album von Jack White.

Auf motor.de.

Paul Weller: Sonik Kicks

Hat das Potenzial zum neuen Lieblingsalbum für alle Fans des Modfathers: psychedelisch durchsetzt, souverän abwechslungsreich, mit einigen Hits bestückt aber nicht anbiedernd und sowieso wohltuend gelassen.

Rezension zum Album von Paul Weller.

Auf motor.de.

Photek: DJ-Kicks

Atmosphärisch dicht, geschmacklich sicher, mit perfektem Düster-Gestus – ein hochklassiges Set fast ganz ohne große Namen aber mit erstklassigen Tracks für irgendwo draußen vor dem Club..

Rezension zum Album von Photek.

Auf motor.de.

Wie ein Unfall

Deutschlands „wichtigster Musikpreis“ inszeniert sich nach den Regeln des Trash-TV. Der Echo verzichtet dabei einfach auf alles, was einen an Musik eigentlich interessiert.

Rezension der Echo-Verleihung 2012.

Auf motor.de.

The Shins: Port Of Morrow

Melodisch durchtränkt, groß- und warmherzig, mit etlichen Feuerzeug-Momenten – die Vozeige-„Indies“ liefern mal wieder die Musik für eine schönere Welt.

Rezension zum Album von The Shins.

Auf motor.de.

Mouse on Mars: Parastrophics

Daran muss man sich auch erstmal gewöhnen: Die deutschen Electronica-Avantgardisten geben sich nach sechs Jahren Plattenpause plötzlich erstaunlich volksnah.

Rezension zum Album von Mouse on Mars.

Auf motor.de.

Lambchop: Mr. M

Makellose Melancholie, schwelgerische Schwermut, elegische Eleganz – Lambchop are Lambchop are Lambchop. Kann sonst keiner.

Rezension zum Album von Lambchop.

Auf motor.de.

Speech Debelle: Freedom Of Speech

Kompetent, bodenständig, hellsichtig, menschlich: nichts weniger als eine Platte zur Lage der nicht nur englischen Nation – mehr kann HipHop nicht leisten. Und das Beste: Es klingt toll.

Rezension zum Album von Speech Debelle.

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Leonard Cohen: Old Ideas

Schlicht, großartig, entschlossen gelassen. Leonard Cohen klingt tatsächlich so, wie man sich Leonard Cohen in seinen allerbesten Momenten ausmalen möchte. Ohne Klischee-Falle, wohlgemerkt.

Rezension zum Album von Leonard Cohen.

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The Roots: Undun

Consciousness HipHop reloaded, instrumental eingespielt und mit einem – nicht mehr, nicht weniger – sehr soliden Ansatz.

Rezension zum Album von The Roots.

Auf motor.de.

Mr. Oizo: Stade 2

Acid ohne Hoffnung auf Erlösung, Electro ohne Chance auf Dancefloor – ein kaltschnäuzig gewagtes Experiment in Nichtanbiederung.

Rezension zum Album von Mr. Oizo.

Auf motor.de.